Infoseiten rund um die “Telekom-Drossel”

Rund um die Pläne der Telekom, ihre Tarifstruktur umzustellen und damit Flatrates stark einzugrenzen und die Netzneutralität zu untergraben, sind nicht nur diverse Artikel und Blogposts entstanden, sondern auch einige nützliche Infoseiten. Wenn ihr noch weitere Projekte oder Seiten zu diesem Thema kennt, schreibt sie bitte in die Kommentare. Danke.

Wer Drosselt?

Eigentlich ist Wer drosselt? lediglich eine Liste mit Internetanbietern… allerdings hat sich Betreiber René Hesse die Mühe gemacht, bei einzelnen Anbietern nachzufragen und aufzulisten, welcher wie darauf geantwortet hat. Momentan sind das hier zu Lande die Deutsche Telekom, Kabel Deutschland und O2, die das mit der “echten” DSL-Flatrate anders sehen als die meisten Kund*innen.

Drossl

Drossl.de ist ein kleiner Rechner, der die Volumengrenzen und gedrosselten DSL-Geschwindigkeiten mal mit Zahlen über den jeweiligen Monat gerechnet in ein Verhältnis setzt. Außerdem gibt es ein Video, das verdeutlicht, wie langsam das gedrosselte Netz in der Praxis etwa wäre.

Echtes Netz

Echtes Netz ist eine Kampagne der Digitalen Gesellschaft für Netzneutralität. Die Seite wurde leider schon seit letztem Jahr nicht mehr aktualisiert, es gibt aber noch einige Informationen zu den Themen Netzneutralität und Co. Aktuelle Informationen gibt es auf der Seite der DigiGes.

Online-Petition

Online-Petitionen haben zwar einen eher fragwürdigen Ruf, was ihre Wirksamkeit angeht, aber sie zumindest können zeigen, wie viele Menschen sich für ein bestimmtes Anliegen interessieren. Unter dem Titel “Deutsche Telekom AG: Drosselung der Surfgeschwindigkeit stoppen” gibt es eine solche Petition auf Change.org, die mittlerweile 150.000 Unterschriften gesammlt hat. Den Blog zur Petition gibt es auf Tumblr.

Links zur Telekom, gedrosseltem Internet und der Netzneutralität

Die Deutsche Telekom will ihre DSL-Tarife umstrukturieren und zukünftig ab einem bestimmten “verbrauchten” Datenvolumen die Geschwindigkeiten massiv drosseln, ähnlich wie sie es momentan bei den mobilen Internetverbindungen branchenweit üblich ist.

Das ganze Thema wird wild diskutiert und diverse Links, Artikel und Blogposts schwirren durchs Internet. Hier eine sicher unvollständige Liste von einigen davon – wenn noch etwas fehlt, schreibt es bitte in die Kommentare.

Quellen zu den Plänen der Telekom

Zum Begriff der Netzneutralität und Rechtlichem

Zu Netzneutralität und Telekom-Drosselung

Zu Reaktionen im Netz zur #drosselkom

Zu (Teil)Enteignung oder Regulierung der Telekom

sonstige Medienberichte

Podcasts

Pressemitteilungen von Parteien und Lobbyverbänden

Zum nicht erfolgten Netzausbau der Deutschen Telekom

Situation in anderen Ländern

Danke an antiprodukt, xinitrc, Kommentator*innen und alle anderen Linkgeber*innen.

Linksammlung: Wegwerftablets, Mobilfunkverträge, Datenreste, Spielekonsolen

Die Hardware, die wir täglich nutzen, wird immer besser – und auch immer billiger. Gute Smartphones, Tablets und auch Spielekonsolen gibt es mehr und mehr und so bahnen sich die Geräte eine immer größere Verbreitung – die Hälfte aller Mobiltelefone in der EU sind Smartphones!

Billige Tablets und Smartphones

Auch in sogenannten “Schwellenlängern” boomt der Markt für mobile Geräte wie Smartphones und Tablets. Das Tablet “Aakash” (etwas melodramatisch “Anti-iPad” genannt) ist darauf konzipiert, möglichst günstig verkauft werden zu können. Ideengeber Suneet Singh Tuli glaubt sogar, dass Hardware bald so günstig ist, dass ihr Verkauf selbst kein Geschäftsmodell mehr sein wird: “Die Idee dabei ist es, kostenlosen Internet-Zugriff mit Werbung auf einem günstigen Tablet zu liefern.” Und auch ein noch günstigerer Nachfolger für das Nexus 7 ist im Gespräch.

Ein Smartphone-Hersteller aus China bietet derweil ein Android-Gerät für 65 Dollar an und möchte damit letztendlich auch die großen Samsung und Apple angreifen: “Hinsichtlich der Verarbeitung haben wir schon fast deren Niveau erreicht. Der einzige Unterschied wird der Preis für die Marke sein.” Da können auch das vergleichsweise günstigen, vertragsfreien Smartphones von “Blu” nicht mehr mithalten.

Netzneutralität (mal wieder) in Gefahr

Dem Podcast Fanboys wurde ein Dokument der Telekom zugespielt, laut dem auch DSL-Anschlüsse bald ab dem Erreichen eines bestimmten Datenvolumens gedrosselt werden sollen. Das kennen wir von sämtlichen Tarifen beim mobilen Internet – und ist da schon ein schwer auszuhaltender Zustand. Die Telekom dementierte eher mager, so dass es so klingt als wäre die praktische Umsetzung der Idee nicht fern. Wäre die Telekom damit erfolgreich, würden andere Anbieter wohl nachziehen – sollte der Drossel-Plan also umgesetzt werden bleibt zu hoffen, dass alle Telekom-Kund*innen schnell den Anbieter wechseln und so ihre Meinung deutlich kund tun.

Garantiebedingungen bei Apple

Apple steht gerade in Chinesischen Medien für die Umsetzung seiner Garantiebedingungen in der Kritik und hat sich nun sogar für sein Vorgehen entschuldigt. Auch die EU ist unzufrieden: Apple würde seine Kunden nicht ausreichend über die zweijährigen herstellerseitigen Gerätegarantie aufklären, um seine eigenen erweiterten Protection Plans zu verkaufen.

“Stop the Carrier Bullshit”

T-Mobile hat in den USA keine besonders starke Rolle auf dem umkämpften Markt der Mobilfunkanbieter. Sie wollen nun die auch hierzulande verbreitete Bindung zwischen Mobilfunkverträgen und subventionierter Smartphone-Hardware auflösen und bietet Tarife ohne Vertragslaufzeit an. Ob das ein Erfolg wird, wird die Zeit zeigen. Das ganze ist hier auch noch mal kurz mit ein paar Links zusammengefasst.

Datenreste auf “gelöschten” Smartphones

Die Wired hat sich mal genauer angeschaut, was für Daten von einem eigentlich gelöschten Smartphone-Speicher wieder hergestellt werden können. Gerade auf austauschbare SD-Karten fanden sie noch einige Fotos und persönliche Informationen. Auch bei älteren iPhones, die noch keine Verschlüsselung benutzen, konnten noch einige Daten gefunden werden. Das saubere Löschen von Hardware ist gerade bei einer Seite wie unserer wichtig.

Günstige und offene Spielekonsole “Ouya”

Die ersten Modelle der auf Kickstarter mit sehr erfolgreich finanzierte Spielekonsole “Ouya” werden bald verschickt und es gibt ein paar erste Eindrücke von der Android-basierten Konsole, die sich selbst als “first totally open video game console” bezeichnet und auch an Indie-Entwickler*innen und Hardware-Bastler*innen richtet.

Bewegung auf dem (amerikanischen) Smartphone-Markt

Smartphones sind inzwischen so weit verbreitet, dass die internetfähigen Endgeräte ihren Ruf als teurer Spielerei verloren haben dürften. Jetzt sind sie zwar keine Spielerei mehr, aber noch immer teuer. Aber in den USA gerät der Markt für Smartphones und Mobilfunkverträge gerade in Bewegung.

So kündigte HTC an, sich auf das untere Ende der Preisliste zu konzentrieren und selbst die Gerüchte um ein günstigeres iPhone brechen nicht ab. Ein weiterer eher unbekannter Hersteller macht nun (zumindest auf den einschlägigen Tech-News-Seiten) Schlagzeilen: Blu Products will eine Reihe von gut ausgestatteten, vertragsfrei verkauften und mit einem aktuellen Android bespielten Smartphones für unter 300$ auf den Markt bringen; ähnlich wie es Google mit dem Nexus 4 recht erfolgreich tat.

BLU PRODUCTS ONE

Durch die starke Subventionierung in Mobilfunkverträgen ersetzen Smartphones nach und nach vollständig die klassischen Feature Phones. Ohne diese für teils symbolisch niedrige Preise an mehrjährige Laufzeiten gekoppelten Angebote würde die Verbreitung aber wohl deutlich geringer ausfallen: Samsung bietet als größter Hersteller sein neuestes Flaggschiff Galaxy S4 für über 700€ an und liegt damit Preislich sogar über Apples iPhone 5.

Von Seiten der Mobilfunkanbieter ist da wenig Veränderung zu erwarten. Kürzlich kündigt sich aber eine erste positive Entwicklung an: T-Mobile will in den USA als erster größerer Anbieter Tarife ohne Vertragslaufzeiten anbieten. ”Customers love smartphones, everyone hates contracts” – wie sich diese Entwicklung durchsetzt – T-Mobile hat in den USA keine sonderlich starke Position – und wie sich das auf die Verkaufspreise für Smartphones auch außerhalb des amerikanischen Marktes auswirkt, bleibt gespannt abzuwarten. Die absehbare Entwicklung scheint erschwinglichere High-End-Hardware bei Smartphones zu sein.

Verschenken und weitergeben: Ähnliche Projekte

Der Gedanke, “alte” Dinge zu verschenken oder günstig weiterzugeben ist nicht neu, gerade im Internet. Es gibt eine Menge andere Projekte, die einen ganz ähnlichen Ansatz wie wir vertreten und bei den Mails die bei uns ankommen wurden wir immer wieder auf ähnliche Ideen hingewiesen.

Givebox

In Giveboxen können nicht mehr benötige Dinge abgegeben werden, damit andere sie sich wiederum mitnehmen können. “Das Konzept fördert Nachhaltigkeit, schont Ressourcen, stärkt die Nachbarschaft, hilft anderen Menschen, befreit von Krempel und schafft ein neues Bewusstsein jenseits von klassischen Konsum und Besitz.”

Kleiderkreisel

Der Kleiderkreisel ist ein Portal für Second Hand Kleidung, das nicht nur das Verkaufen sondern auch das Tauschen von Kleidungsstücken anbietet.

Zeit statt Zeug

Zeit statt Zeug” ist ein Projekt, das vor allem um Feiertage wie Ostern und Weihnachten herum darauf abziehlt, bei der Geschenkeauswahl auf teure und möglicherweise überflüssige Neuanschaffungen zu verzichten, und stattdessen z.B. mal den Computer des*r Beschenkten zu reparieren. Die Idee gefällt, allerdings müsst ihr ein paar der technikfeindlich klingenden Formulierungen ignorieren.

Computertafel

Der Verein Computer Spende Hamburg bietet für eine Gebühr Support Hilfe für Do It Yourself-Reparaturen und gespendete Computer an und richtet sich dabei gezielt an die Empfänger*Innen von Arbeitslosengeld 2.

Öffentliche Bücheregale

Öffentliche Bücherregale sind frei zugängliche (ihr ahnt es schon) Bücherregale, in dem jede*r sich ein Buch nehmen und auch wieder hereinstellen kann. Kostenlos, ohne Anmeldung, ohne Fragen. Das funktioniert tatsächlich – Menschen sind nämlich gar nicht so schlimme Wesen wie immer alle sagen ;)

Wenn wir was vergessen haben oder Bemerkungen zu den aufgelisteten Projekten habt: einfach in die Kommentare damit.

Anmeldung ohne externes Konto

Bei dem Feedback kam immer wieder die Frage auf, warum wir die Anmeldung nur über die sozialen Netzwerke Facebook und Twitter sowie Kontos bei Google erlauben. Die Entscheidung haben wir damals getroffen, weil es die einfachste Möglichkeit war, für ein kleines Projekt wie unseres eine sehr schnelle Möglichkeit anzubieten, ein Konto zu erstellen.

Die Seite ist mittlerweile seit zwei Monaten online und hat fast 300 registrierte Benutzer und Benutzerinnen. Seit gestern gibt es jetzt auch endlich die Möglichkeit, sich unabhängig von diesen anderen Diensten direkt – wie von vielen gewünscht – mit einer Email-Adresse und einem Passwort zu registrieren.

Wenn ihr bereits ein Konto habt, könnt ihr in den Einstellungen zusätzlich ein Passwort vergeben und euch dann zukünftig mit diesem anmelden.

Danke dafür noch einmal an Phillip für die Umsetzung der neuen Passwort-Anmeldung :)

Feedback zum ersten Monat “Hardware für Alle”

Es ist jetzt knapp über einen Monat her, dass wir das Projekt am 29. Dezember auf dem Chaos Communication Congress gestartet haben. Inzwischen haben sich über 200 Benutzer und Benutzerinnen auf unserer Seite angemeldet.

Was uns jetzt aber noch viel mehr interessiert: habt ihr schon etwas verschenkt oder geschenkt bekommen? Wie lief der Vorgang ab? Ging es um Computer oder Ersatzteile, mit denen ihr euer vorhandenes Gerät aufrüsten konntet? Erzählt uns das per Mail an kontakt@hardware-fuer-alle.de oder in den Kommentaren.